Anästhesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther 2003; 38(4): 255-260
DOI: 10.1055/s-2003-38209
Anästhesie Gestern - Heute - Morgen
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Anästhesie morgen. Ein Blick in die Zukunft

Anaesthesia Tomorrow. Looking to the FutureM.-A.  Burmeister1
  • 1Klinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg
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Publication Date:
26 March 2003 (online)

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Zusammenfassung

Wie in Vergangenheit und Gegenwart wird die Anästhesie auch in Zukunft das originäre und zentrale Tätigkeitsgebiet im Spektrum von Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie bleiben. Es werden allerdings kurzfristig tiefgreifende Änderungen im Berufsbild umzusetzen sein, die sich aus den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen ergeben. Dem Anästhesisten wird die Rolle eines Managers der perioperativen Abläufe zukommen, die eine Qualifikation vermehrt in den Bereichen Organisation, Teamkoordination, Kosteneffizienz und Qualitätssicherung erfordern wird. Hierbei dürfen allerdings keinesfalls die medizinischen Visionen in den Hintergrund gedrängt werden, sondern müssen parallel insbesondere in den Bereichen selektiver Anästhesiekonzepte und Monitoring sowie perioperativer Morbiditätssenkung vorangetrieben werden. Um hierbei nicht allein von den Forschungsinteressen der Industrie abhängig zu sein, wird die Konzentration von Kompetenz und die Einwerbung begutachteter Drittmittel in Zentren notwendig sein, die auch langfristige Entwicklungen von der Grundlagenforschung bis hin zur evidenzbasierten klinischen Anwendung gewährleisten können.

Abstract

As in past and present times anaesthesiology will remain the central and original part in the spectrum of anaesthesiology, emergency, pain and intensive-care medicine also in the future. Nevertheless, profound changes will take place within the next few years promoting the anaesthesiologist to the manager of the perioperative workflow. Soft and hard skills like qualification in organisation, team-leading, costing and overall quality management will be mandatory. On the other hand, medical and scientific visions should also remain in scope. Improvements in selectivity of pharmacology and monitoring in anaesthesiology and reduction of perioperative morbidity should also be actively promoted. To provide independence from commercial goals of industrial companies and to enable developments from basic research up to evidence-based clinical applications, concentration of knowledge and financial resources in centres of excellence will be imperative.

Literatur

Dr. Marc-Alexander Burmeister

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Martinistraße 52

20246 Hamburg

Email: burmeister@uke.uni-hamburg.de